Rechtspopulistische Parteien erzielen in vielen Ländern Europas zweistellige Wahlergebnisse, sind in Regierungen vertreten, oder üben massiven Einfluss aus. Ihre Hetze richtet sich gegen „Islam“, „Ausländer“, „Sozialschmarozer“ aber auch gegen „die EU“. Sind solche extrem rechte Bewegungen „Pathologien moderner Industriegesellschaften“? Welche Rolle spielen die gesellschaftliche Veränderungen durch den Neoliberalismus? Welche Ansätze taugen zur Erklärung des Anwachsens dieses spezifischen Politik- und Organisationsmodus?

Referent: Alexander Häusler, Dipl. Soz.-Wiss.

Alexander Häusler ist Herausgeber des Sammelbandes: „Rechtspopulismus als ‚Bürgerbewegung‘. Kampagnen gegen Islam und Moscheebau und kommunale Gegenstrategien“, Wiesbaden, VS-Verlag für Sozialwissenschaften 2008

 28.11.2011 | 19:00 | K9 Cafe Größenwahn

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe “Rechtspopulismus und antimuslimischer Rassismus: Eine neue Qualität rassistischer Formierung?” von Avanti – Projekt undogmatische Linke.

Mit freundlicher Unterstützung der Rosa Luxemburg Stiftung.

Das Radio Corax aus Halle hat ein interessantes Interview mit einer Aktivistin der Antifa Friedrichshain geführt, die gleichzeitig Teil des Bündnisses gegen Rassismus und Sozialchauvinismus ist. Besprochen wird etwa der derzeitige teilweise rechtspopulistisch geführte Diskurs rund um die Schuldenkrise in Europa im Allgemeinen und in Griechenland im Speziellen. Außerdem diskutiert werden andere Themen des Bündnisses, wie Sozialchauvinismus.

Herunterladen könnt ihr euch das Interview direkt beim Radio Corax.

Die Forderung nach ‚Elite‘ hat Konjunktur. Dabei wohnt der Debatte die Tendenz inne, vom Bestehen gesellschaftlicher Funktionseliten auf die Existenz einer generell höher begabten Menschengruppe zu schließen. Die Befähigung zur ‚Elite‘ wird schließlich auf die biologische Disposition einer privilegierten Gruppe zurückgeführt: ihre ‚Rasse‘, vererbte Intelligenz oder genetische Veranlagung.

Volker Weiß analysiert, wie sich das Bedürfnis nach Abgrenzung einer Elite in Deutschlands jüngerer Vergangenheit aüßerte: von Ortega y Gasset und Friedrich Sieburg über Botho Strauß bis hin zu Peter Sloterdijk und Thilo Sarrazin. Er weist nach, dass dieses Bedürfnis nach ‚Elite‘ in direkter Tradition der republikfeindlichen Theoretiker der Weimarer Zeit steht und heute von einer ‚neuen‘ Rechten befeuert wird, der an einer konservativen Revolution gelegen ist. Ihr Ziel ist die Revision gesellschaftlicher Liberalisierungen seit dem Ende der sechziger Jahre. Neu ist, dass sich diese Strömung nicht nur mit dem Gestus der Opfer und Tabubrecher präsentiert, sondern dass sie mit dieser Strategie Erfolg hat.

Referent: Volker Weiß

Volker Weiß ist Lehrbeauftragter am Fachbereich Geschichte der Universität Hamburg und Autor von: „Deutschlands Neue Rechte. Angriff der Eliten – Von Spengler bis Sarrazin”, Ferdinand Schöningh, Paderborn 2011.
 

13.10 | 19 Uhr | Monarch (Skalitzer Str. 134)

Organisiert von Avanti – Projekt undogmatische Linke mit freundlicher Unterstützung der Rosa-Luxemburg Stiftung

Nationalistische und rassistische Hetze gegen Roma und Sinti nehmen europaweit zu. Nach jüngsten Ausschreitungen in Tschechien, Ungarn, Bulgarien und Rumänien ruft die Kampagne Zusammen handeln! für den 6.10. zu einer Demonstration in Berlin auf. Treffpunkt:

6.10.2011, 16 Uhr an der Botschaft Tschechiens, Willhelmstraße 44 (U2 Mohrenstraße, U6 Stadtmitte)

Die Demonstration führt im Anschluss über die Botschaften Ungarns, Rumäniens und Bulgariens zur Vertretung der Europäischen Kommission in Berlin.

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Hier findet ihr die digitale Version der Plakatreihe des Bgrs. Sie untersucht in drei Motiven die aktuelle Konjunktur von Rassismus, Sozialchauvinismus und Rechtspopulismus. Es geht um gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit aus der Mitte der Gesellschaft, und um die Rolle staatlicher Institutionen wie der Arbeitsagenturen und Ausländerbehörden. Take a look!

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Die erste Ausgabe unserer Bündniszeitung i say no ist fertig. Ja sagen ist nicht. Die Zeitung wird in den nächsten Wochen in Berlin verteilt. Außerdem kann sie hier online geblättert und herunter geladen werden.

Als Bündnis wollen wir unterschiedliche Formen gesellschaftlicher Ausgrenzung und Disziplinierung in ihrem Zusammenhang kritisieren. Und wir wollen neue Möglichkeiten politischer Solidarität erproben. Deshalb schlägt auch die Zeitung einen weiten Bogen. Es geht ganz grundsätzlich um Rassismus und Sozialchauvinismus, aber auch um Rechtspopulismus und Mieter_innenkämpfe. Im Mittelteil eine Diskussion über den politischen Kampfbegriff “Integration”.

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Der “Anti-Islamisierungskongress” von PRO DEUTSCHLAND (27./28.8.) war eine ziemliche Luftnummer. Professioneller will es die rechtspopulistische Partei DIE FREIHEIT aufziehen. Ihr Ehrengast im Wahlkampf, der niederländische Rassist Geert Wilders, soll vor großem Saal sprechen. Seit Wochen läuft der Vorverkauf. Der Veranstaltungsort wird aber wohlweislich geheim gehalten. Denn eins ist klar: Wir kommen auch. Doch es geht nicht nur gegen Rechtspopulist_innen, sondern auch gegen den ganz alltäglichen Rassismus der Mitte.

Nach aktuellem Stand sollen die Wilders-Fans ab 12:00 die Einlasskontrollen passieren. (Ursprünglich war 13:30 angesetzt, und ab 15 Uhr sollte es los gehen.) So oder so, wir bleiben dran. Der Veranstaltungsort wird leicht zu erreichen sein, wir sehen uns.

Achtet auf aktuelle Ankündigungen!

Twitter http://twitter.com/NoWildersBerlin


		

Videokundgebung aus aktuellem Anlass gegen Antiziganismus

Mo. 29. August 2011 | 19:30 Uhr | Görlitzer Park (Nähe Eingang Skalitzer Straße) | Berlin-Kreuzberg

Seit Anfang August nächtigen unter dem Dach des ehemaligen Bahnhofs im Görlitzer Park etwa 50 rumänische Roma. Sie wohnten zuvor in Wohnungen im Bezirk Mitte, wo ihnen aber vom Vermieter fristlos gekündigt wurde, nachdem sich Nachbarn beschwert hatten. Von diesen hieß es, die Roma seien zu laut, unhygienisch, unangepasst und zu viele. Klassische antiziganistische Vorurteile, die sich nun im Görlitzer Park wiederholen.

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Die Abgeordnetenhauswahlen werfen ihre Schatten voraus: am 27. und 28. August 2011 will die „Bürgerbewegung PRO DEUTSCHLAND“ in Berlin einen so genannten Anti-Islamisierungs-Kongress (kurz AIK) samt Demonstration veranstalten. Eine Woche später, am 3. September, kommt auf Einladung der Partei DIE FREIHEIT Geert Wilders nach Berlin. Wilders ist einer der wichtigsten Stichwortgeber des europäischen Rechtspopulismus, besonders die Anhänger der FREIHEIT feiern ihn wie einen Popstar. PRO DEUTSCHLAND und DIE FREIHEIT gehören zu einer europaweiten Bewegung, die mit vermeintlicher Islamkritik rassistische und nationalistische Hetze verbreitet. Ihr Gemisch aus Menschenfeindlichkeit, Verschwörungstheorien und Kampfrhetorik diente auch dem Attentäter von Oslo und Utoya als ideologische Rechtfertigung seiner Taten.

Solidarität mit den Betroffenen rassistischer und sozialer Ausgrenzung! Gemeinsam gegen Rechtspopulismus, Wilders und AIK! Für ein Leben ohne Kapitalismus!

Hier der vollständige Aufruf des BgRS.

Coming up:

26. August 2011 | 18 Uhr | Boxhagener Platz:
Demonstration „Freiheit ist nicht wählbar! Gegen rassistische Hetze und soziale Spaltung – für eine solidarische Gesellschaft“

28. August 2011 | 9 Uhr | Potsdamer Platz:
Rassistische Demo von PRO DEUTSCHLAND blockieren! (Rechtzeitiges Erscheinen sichert die besten Plätze…)

3. September 2011 | 12 Uhr | tba
„Die Freiheit nehm’ ich mir. – Wilders blockieren!”
Achtet auf aktuelle Ankündigungen!

Twitter für ALLE DREI Termine: http://twitter.com/#!/NoWildersBerlin

Weitere Infos und Termine: Kampagne „Zusammen handeln!“

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*** Duyurunun Türkçesi için alt tarafa bakın ***

Public Viewing? Public Buhing!

*Kiezversammlung am 22. Juli 2011, ab 21 Uhr am Heinrichplatz*

Vor ein paar Tagen hat Thilo Sarrazin mit einem Kamerateam des ZDF Kreuzberg besucht. Dabei ist er überall auf Wut und Empörung gestoßen. Denn Sarrazin ist die Galionsfigur eines neuen, offensiven Rassismus in Deutschland. In seinem Bestseller ‘Deutschland schafft sich ab’ stellt er Menschen mit türkischem oder arabischem Familienhintergrund als genetisch bedingt dumm und unproduktiv dar. Nach Jahrzehnten rassistischer Ausgrenzung werden sie jetzt als ‘Integrationsverweigerer’ beschimpft. Kein Wunder, dass sich die Betroffenen spontan wehren. Read the rest of this entry »

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