Einführung

RECHTSPOPULISMUS – MITTEN DRIN STATT NUR DABEI

Mit dem Begriff Rechtspopulismus wird ein europaweites Phänomen beschrieben, dass vielerorts zum Er­folgsmodell der extremen Rechten geworden ist. In vielen Ländern sind zweistellige Wahlergebnisse und Re­gierungsbeteiligungen alltäglich. Wir wollen die wesentlichen Merkmale herausarbeiten und theoretischen Erklärungsansätze betrachten und diskutieren.

REFERENT/-INNEN: Alexander Häusler (angefr.); Arbeitsstelle Neonazismus FH Düsseldorf


Moderation: Avanti

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Vertiefung

RECHTSPOPULISMUS: AKTEURE UND THEMEN IN BERLIN

Zur Wahl des Berliner Abgeordnetenhauses und der zwölf Bezirksverordnetenversammlungen im September treten zwei Parteien an, die probieren, das Wählerspektrum für sich zu gewinnen, das sich vorstellen kann eine „Sarrazin Partei“ zu wählen. Wer steckt hinter den beiden Parteien „Pro Deutschland“ und „Die Freiheit“? Wie machen Pro und Freiheit Poli­tik. Was sind Unterschiede und Gemein­samkeiten dieser beiden rechtspopulistischen Formationen? Haben diese Partei­en Chancen in Berlin nennenswerte Erfolge einzustrei­chen? Was hat Berlin im Wahlkampf zu erwarten?

REFERENT: Fabian Kunow, freier Mitarbeiter der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus in Berlin

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RECHTSPOPULISTISCHE DISKURSSTRATEGIEN

Europaweit bedienen rechtspopulistische Parteien ähnliche Themen und Schlagworte: Einwanderung abwehren, Mi­grant/innen diskrimi­nieren und drangsalieren, Law & Order, “einfache Bürger” gegen die etablierten Parteien, Druck auf Arbeitslose und Sozialhilfeempfän­ger/innen. In den letzten Jahren ist die Agitation gegen den Islam und die Muslime zum vorherrschenden rechtspopulistischen Thema geworden. Der Workshop beschreibt und analysiert die Grundmuster rechtspopulistischer Agitation und Selbstinszenierung am Beispiel der deutschen Formationen “Pro Deutschland” sowie “Die Freiheit” und bietet Raum, um über Gegenargumentationen und Gegenstrate­gien zu diskutieren.

Referent: Mathias Wörsching, Verein für Demokratische Kultur e.V. (Berlin)

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Handlungsperspektiven

DER ANTI-ISLAMISIERUNGSKONGRESS IN KÖLN UND BERLIN

2008 scheiterte die Pro-Köln-Bewegung kläglich mit ihrem Anti-Islamisierungskongress am Widerstand von Bürgerschaft und linken Gruppen. 2011 wird es die Pro-Bewegung in Berlin versuchen und es gilt Protest da­gegen zu formieren. Handlungsstrategien aus Köln sollen beleuchtet und zu Möglichkeiten für Berlin model­liert werden. Es gilt auch für die radikale Linke einen praktischen Umgang mit rassistischer Hetze aus dem rechtspopulistischen Lager zu finden, ohne den Rassismus aus der Mitte.

Referent_innen: Barbara (AKKU/Köln), Dirk (Rechtspopulismus stoppen), Avanti