Auftaktveranstaltung des Berliner Bündnisses gegen Rassismus und Sozialchauvinismus.

Do, 2. Juni 2011 – Festsaal Kreuzberg – 19:30

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Mit der Krise sind Rassismus und Sozialchauvinismus in den politischen Alltag zurückgekehrt. Unter Druck geraten vor allem Erwerbslose, prekär Beschäftigte und Menschen, denen eine “migrantische”, insbesondere “muslimische” Identität zugeschrieben wird. Doch auch der Rest der Gesellschaft wird aufgemischt. Die Hetze gegen vermeintliche “Sozialschmarotzer” und “Integrationsverweigerer” ist der Soundtrack einer umfassenden Verschärfung kapitalistischer Standortpolitik. So werden im Rahmen der “Integrationsdebatte” ganz allgemein gesteigerte Anforderungen kapitalistischer Verwertbarkeit durchgesetzt. Der nationale Wettbewerbsstaat macht mobil, und alle müssen mitmachen. Das Zusammenspiel von Rassismus und Sozialchauvinismus bestätigt gesellschaftliche Zwänge und spaltet die Betroffenen. Wo rechtspopulistische Vordenker_innen rhetorische Tabus gebrochen haben, kann staatstragende Politik um so unbeschwerter “durchregieren”. Während soziale Garantien gestrichen und gesellschaftliche Risiken privatisiert werden, steigt in der Mehrheitsgesellschaft das Bedürfnis nach Ab- und Ausgrenzung. Integrationsdebatte und Alltagsrassismus verstärken die Marginalisierung von Migrant_innen. Wir wollen das Verhältnis rassistischer und sozialchauvinistischer Ideologien untersuchen, unsere Begriffe abgleichen, uns vernetzen und gemeinsam neue Handlungsperspektiven entwickeln. » Horst Seehofer beim politischen Aschermittwoch: “…bis zur letzten Patrone.”

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